Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘netaudio’ Category

vor einer weile sind wir mit unserem netlabel 12rec.net fast komplett zum musik hosting service bandcamp umgezogen. es erschien uns als eine einfache und solide lösung das label auch mit schwindenden zeit- und aufwand-resourcen am laufen zu halten. nun haben sich die betreiber von bandcamp entschlossen für gratis downloads gebühren zu berechnen und uns damit so ziemlich in den allerwertesten gekniffen. welche konsequenzen wir jetzt daraus ziehen wird sich zeigen. zumindest hätte ich aber eine übergangszeit für entsprechende schritte als fair empfunden.

ich hab leider gerade weder zeit noch muße die ganze sache genauer aufzudröseln, aber das haben andere eh´ schon wesentlich besser erledigt:

Read Full Post »

da hat mein unterbewusstsein, die alte sau, doch glatt geistiges eigentum geklaut und fast gegen das urheberrecht verstoßen! bei der überschrift zum vorangegangenen post habe ich mich wohl ohne es zunächst zu merken von dem, übrigens äußerst hörens- und beachtenswerten podcast ‚überklang‘ inspirieren lassen. die haben nämlich ihre (ironie des schicksals) ebenfalls 50. ausgabe, mit exakt den gleichen worten übertitelt. sorry jungs, nehmt es bitte als würdigung 😉
ganz unabhängig davon: überklang ist definitiv in meiner top 5 der unterhaltsamsten und spannendsten podcasts. das format erinnert an die wenigen richtig guten radio musiksendungen die meist in der tiefsten nacht laufen und in denen musik nicht nur runtergeleiert sondern gewürdigt und zelebriert wird. ein vergleich mit beispielsweise klaus fiehe muss erlaubt sein. leitfaden ist, leger zusammengefasst, abseitige und experimentelle musik die in thematisch zusammengefassten ausgaben ausführlich vorgestellt und besprochen wird. neben musikstilistischen spielarten werden auch mal kulturelle und anthropologische(?) themenfelder als sendungsschwerpunkt  gewählt, denen sich die musikauswahl dann unterwirft. moderator und produzent dieses podcasts ist dr. nachtstrom der als radiomacher, musiker, dj, und nicht zuletzt durch sein großartiges netlabel bruit einen gewissen legendenstatus erlangt hat. jedem  der sich mit dem tagesprogramm seines örtlichen radiosenders nicht zufrieden gibt, sei der podcast feed bzw. das reichhaltige überklang archiv eindringlich an´s herz gelegt.

Read Full Post »

ist wohl mal wieder nen weilchen her das ich hier reingeschreiben habe… sowas aber auch. aber es muss mal wieder ein bischen was verkündet werden, hilft ja alles nix. also ersteinmal:

das von meinem werten kollegen (insider munkeln: chef) sven swift und mir betriebene netlabel 12rec.net ist 50 geworden. also jetzt in releases gerechnet, in jahren sind´s demnächst vier. und wie man das so macht bei jubiläen macht man mal was besonderes. in unserem fall entschieden wir uns für eine compilation mit exklusivem material aktueller und zukünftiger 12rec. künstler. ist jetzt vielleicht nicht die bahnbrechend revolutionäre idee, aber eine musikalische standortbestimmung erscheint zu diesem anlaß schon durchaus sinnvoll. außerdem gab es auch von anfang an die idee, die compilation ‚anständig‘ pressen zu lassen und in industriell gefertigte digipaks zu verpacken. die ’normalen‘ releases gibt es ja bei uns als cd-r in handgefertigter verpackung und wenn in jeder cd so viel herzblut und handarbeit steckt hat man schon skrupel sie in größeren mengen zu promotionzwecken zu verschicken in dem wissen, daß die hälfte davon in redaktionsmülleimern landet. desweiteren ist es ja auch ganz schön einen schicken labelüberblick zu haben den man, bei der frage ‚was man denn so macht‘, dem gegenüber in die hand drücken kann.

jetzt muss man aber auch mal, apropros ehre wem ehre ge… und lorbeeren an… und fremden federn und dem ganzen zeug, ganz klar sagen: den monate währenden organisatorischen aufwand bei dem projekt hatte sven und auch die künstlerischen ehren der trackzusammenstellung und dramaturgie gebühren ganz klar ihm! und es gibt durchaus leute die völlig zurecht behaupten, daß das ergebnis dieser anstrengungen von „ganz großem können und musikalischem verständnis“ zeugen.

naja, jedenfalls ist es jetzt da unser release #050 …tataaa:

einen gewissen stolz können wir wohl kaum verbergen. 50… das klingt schon nach was, da fängt die bedeutung des plattendealer- und musikjournalistenterms ‚backkatalog‘ so langsam an zu greifen.
ich habe übrigens von den 50 releases nicht mal ne hand voll als greifbare tonträger hier bei mir zu hause rumstehen. schon irgendwie bitter. vielleicht kann sven beizeiten mal ein foto von dem cd stapel der bisherigen releases machen… sieht bestimmt schick aus.

wie schon erwähnt liegt die jubiläumscompilation als gepresste cd im schicken digipac vor und kann zu gewohnten 12rec. schleuderpreisen incl. porto & verpackung hier geordert werden. und wer mir kurzfristig per screenshot beweisen kann, daß er alle verfügbaren 12rec. releases in der mp3 version auf seiner festplatte hat bekommt von mir eine cd gratis!

die fotos auf denen das coverartwork basiert sind übrigens von dem großartigen multitasking genie und weltenbummler stephane obadia der 2005 bereits als rob steady auf 12rec. released hat und in seinen fotografischen arbeiten wie kaum ein anderer die wahre schönheit und erhabenheit im, für den ’normalen‘ betrachter, nüchternen und langweiligen alltag findet. also tausend dank und allen respekt an stephane und natürlich den betelligten künstlern, die mit ihren beiträgen nicht nur diese compilation sondern das ganze label tragen und generell der grund sind warum wir den ganzen quatsch überhaupt machen.

nicht zuletzt möchte ich noch all den bloggern, journalisten, bloggenden journalisten, podcastern und radioleuten danken die uns helfen die ganze tolle musik in die virtuelle und die etwas realere welt hinauszutragen. stellvertretend hier noch einige reaktionen auf die 12rec.050

Interview bei phlow-magazine.com
lobhudelei bei der metawelle
review im numblog.de
artikel bei intro.de

edit 1: für ruhrpöttler mit onlineshoppingphobie oder freunden des stilvollen einkaufsbummels: die oben erwähnte compilation ist jetzt, neben allerlei anderen wohlgestalteten devotionalien für den großstadtromantiker von welt, auch im feinen heimatdesign laden in dortmund erhältlich.

edit 2: die sticker zur platte sind jetzut auch angekommen! wer seine regionalen lieblingstrendspots verschönern will möge sich melden.

edit 3: in den kommentaren zur lobhudelei bei der metawelle (siehe oben) entwickelt sich unter umständen gerade eine interessante diskussion zu szeneverwurstelungen und selbstrefrentialität.

Read Full Post »

so, noch einmal nachtschicht, dann gehts morgen früh in die hauptstadt. erstmal gibts touristenprogramm mit filippo von zymogen und ab freitag dann hierhin:

NetaudioBerlinBanner

ich bin schon wirklich gespannt, was da so los sein wird und welche
diskussionen sich dann (hoffentlich) ergeben.  man wird sehen…

mehr gibt´s dann demnächst – auf diesem kanal!

Read Full Post »

play lo-fi or die

so in geballter form merke ich erstmal, wie grossartig das spanische netlabel error! lo-fi wirklich ist. dass die jungs ziemlich viel richtig machen war mir auch so schon klar, aber wieviel großes und ergreifendes nun für diese compilation zusammengerafft wurde lässt mich ziemlich sprachlos und ehrfürchtig zurück.

ein besseres argument für meine these, dass überragende musik nichts mit aufnahmequalität und teurer produktion zu tun hat fällt mir jedenfalls gerade nicht ein.
man höre und staune:

v.a. – play lo-fi or die 1st year

direkter download: zip

Read Full Post »

sbh, wieder da

yippieh! strarving but happy ist wieder da! das indietronic netlabel urgestein hat sich nach ’nem kleinen päusken‘ von mehreren jahren mit einem ganzen schwung von veröffentlichungen zurück gemeldet. mit alten bekannten und neuen gesichtern will man nun wieder ordentlich einen los machen und dabei ganz nebenbei das alte ‚indietronic stigmata abschütteln‚.
erste überraschung und gerade im player: eve massacre, of ‚the flamingo massacres‘ postpunk fame und umtriebige mash-upperin, lässt die drummachines in gewohnter manier fuzzen und geht auch sonst ganz gut nach vorne, klingt allerdings etwas gediegener als die älteren sachen die ich von ihr kenne. wir haben vor einigen jahren auch mal einen kläglichen versuch gestartet sie zu einem release zu bewegen, sind aber standesgemäss abgeblitzt. allerdings besitzen wir auch nicht annähernd das weltmännische charisma der sbh playboys 😉
das langersehnte release von teamforest ist nun auch am start, ckid bietet eine art essenz seines ‚down with ghosts‘ albums (kürzlich bei monotonik erschienen) an und auch sonst ist da wohl noch einiges zu entdecken.
starving but happy ist eine absolute instanz unter den nicht-techno netlabels und diente nicht nur geschätzten kollegen wie aerotone als vorbild, sondern hat auch meine frühen netaudio tage und unsere eigene kleine butze schwer beeinflusst.
also, rollt der herren einen roten teppich aus und sagt: ‚willkommen – und schön, daß ihr wieder da seid‘. ich erwarte nicht weniger als einen ansturm der nur knapp an einer dos attacke vorbeigeht. danke.

Read Full Post »

gestern bei gulli: ein artikel über netlabels mit dem titel ‚miete zahlen mit eigener musik?‚ der mal wieder das leidige thema geldverdienen mit netlabels anschneidet. das scheint seit kurzem mal wieder in die diskussion zu kommen, vielleicht angestossen durch mo.´s artikelserie über marketing und promotionthemen. grundtenor des artikels: die ganze netlabelszene träumt von nichts anderem als nun endlich mal für ihren idealismus belohnt zu werden und zwar nicht nur mit ‚probs‘ im sinne der aufmerksamkeitsökonomie (®: mo. sauer) und respekt-ökonomie (®: lobo/ friebe) sondern nun auch mal in cash bzw. prallen paypal konten. dann kann man auch endlich die langersehnte familie gründen und den baum pflanzen.

kunst als selbstzweck
nein, ich habe wirklich nichts gegen familien und bäume, jedenfalls nicht generell und bin dem schnöden mammon jetzt auch nicht völlig abgeneigt (medizinisch schon, aber das ist ’ne ganz andere geschichte) aber spricht in der ganzen diskussion noch irgendwer davon, warum wir alle (ich bin ein optimist) mal mit dem ganzen scheiss angefangen haben? wie war das nochmal mit der liebe zur musik und der freude am teilen? es soll angeblich wirklich noch ein paar wenige geben, die einfach nur spass daran haben musik, die sie berührt und glücklich macht, einer maximalen anzahl von interessierten zugänglich zu machen und auch soll man von musikern gehört haben, die musik um ihrer selbst willen machen und nicht als reine erwerbstätigkeit. ist das nicht überhaupt die basis jeder kunst, oder sollte es das zumindest sein?

businessplan oder tod
die stimmen der letzten tage klingen so, als ob eine schlüssige vermarktungsstrategie, ein universeller businessplan für netlabels quasi, die einzige chance sei, die netlabelszene vor dem verderben zu retten. hmm? bisher sind wir doch auch ganz gut ohne businessconsultants ausgekommen, oder? woher auf einmal diese panik? sind da etwa kürzlich einige 30 geworden oder haben ihr diplom gemacht? gute anlässe für eltern zu fordern, jetzt doch endlich mal was anständiges aus seinem leben zu machen und sich die idealistischen flausen aus dem kopf zu schlagen. und jetzt kommt mir nicht mit dem märchen der betriebskosten eines netlabels die ja bezahlt werden müssen. die webhosting typen bekommen 14,99€ pro monat und einmal im jahr gönnen wir uns ’nen stapel sticker und vielleicht noch buttons für´n fuffi… es gibt eine ganze menge leute, die monatlich ein vielfaches für fluppen oder ein bundesliga abo bei premiere zahlen und von denen fordert auch keiner, endlich mal mit dem rauchen seinen lebensunterhalt verdienen zu können.

relativieren 500
schon klar, ich übertreibe maßlos und will eine sinnvolle professionalisierung des einen oder anderen netlabels auch wirklich nicht verteufeln. wenn einer die zauberformel der netlabel vermarktung gefunden hat, immer her damit. bevor ich unsere website und unsere besucher allerdings mit ‚gratis: heiße videos‚ bannern und obskuren, im artikel verwursteten, werbelinks beglücke bleibe ich doch lieber mit voller überzeugung und im besten sinne des wortes amateur.

besserwissen 2000
kleine klugscheißerei zum abschluß: ‚urlaub auf balkonien‚ ist weniger dem autor ‚krill‘, sondern vielmehr dem projekt ‚krill.minima‚ und somit dem autor martin juhls zuzuschreiben, welcher aber auch das denkbar schlechteste beispiel für die folgenlosigkeit eines netlabelreleases ist. wirbt er damit doch als einer der wenigen nicht nur für seinen guten namen sondern gleichzeitig für seine kommerziellen veröffentlichungen z.b. bei cco oder genesungswerk. die platte ist nebenbei bemerkt wirklich mal wieder ein ziemliches meisterwerk und ich möchte annehmen, daß die produktion weit mehr als ‚mindestens das zehnfache‚ seiner spieldauer benötigt hat.

note: ich finde phlow.net super und mag auch gulli.com …ist also bestimmt nichts persönliches 😉

Read Full Post »

Older Posts »