heise berichtet von der popkomm. meine persönlichen highlights:
kulturstaatsminister neumann lobt die popkomm als “…Schaufenster der Kulturwirtschaft. Dort werde klar, dass Musik “nicht Selbstzweck” sei, sondern dass es auch um das Generieren von Wertschöpfung gehe.” und trifft damit den nagel auf den kopf – genau da liegt doch das scheissproblem! wäre musik nämlich primär selbstzweck, was sie meiner meinung nach als kunst definieren würde, wäre ein großteil der ‘musikwirtschaft’ obsolet und die leute würden da arbeiten wo sie hingehören, bei finanzdienstleistern und den marketingagenturen der großindustrie.
herr budde (betreibt ein deutsches “indie-label“*, konkurriert nach eigener aussage aber “intellektuell mit den majors” und bezeichnet sich als “besten partner für schnellen und reibungslosen geldfluss“) redet derweil von “einer “Amateurisierung” des Musikgeschäfts“.
na großartig, davon rede ich doch auch die ganze zeit! er sieht das vermutlich aber etwas anders, fallen im umfeld dieser aussage doch schlagworte wie “dramatische marktlage”, “unverschämtheit” und “betrogene künstler und verleger”. nunja, jeder hat da so seine eigene position.
*(vor dem klick besser ton aus. da läuft im hintergrund dieses nervige “sommermärchen” marimba geklimper, daß neuerdings auch in jeder drittklassigen doku soap im hintergrund dudelt. wahrscheinlich ein verdienst der marketingkompetenzen des herrn budde.)
edit: und in einem fernsehbericht zur popkomm heisst es gerade unbekannte künstler würden im internet außen vor bleiben und hätten dadurch keine chance. ahsoo aha… schade eigentlich… da müste man doch mal was machen.
edit2: ach, ich liebe diese beliner lausbuben und (hmm, was ist da wohl die weibliche entsprechung, darf ich gören sagen?) rund um netzpolitik und ccc! immer fleißig bei der arbeit für die gute sache! also wieder einmal… gratulation und weiter so!

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